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Die Einbildungskraft zügeln, indem man sie bald zurechtweist, bald ihr nachhilft;denn sie vermag alles über unser Glück, und sogar unser Verstand wird von ihr beeinflußt. Sie kann tyrannische Gewalt erlangen und begnügt sich nicht mit müßiger Beschauung, sondern wird tätig, bemächtigt sich sogar oft unseres ganzen Daseins, welches sie mit Lust oder Traurigkeit erfüllt, je nachdem die Torheit ist, auf die sie verfiel. Sie macht uns mit uns selbst zufrieden oder unzufrieden, spiegelt einigen beständige Leiden vor und wird der häusliche Henker dieser Toren. Andern zeigt sie nichts als Seligkeit und Glück, bis ihnen der Kopf schwindlig wird. Alles das vermag sie, wenn nicht die vernünftige Obhut unsrer selbst ihr den Zaum anlegt.

Balthasar Gracian (1604-1658) Die Kunst der Weltklugheit – in 300 Lebensregeln

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Auszüge aus der Schrift „Der Tempel der Freimaurer“ des abtrünnigen Freimaurers Konrad Lerich, die 1935 in Bern erschien.

„Ohne Zwang, kaum merklich vollzieht sich im Jünger der ‚Königlichen Kunst‘ durch das allwöchentliche Anhören der immer auf die gleichen Grundsätze abgestimmten Vorträge ein Wandel seiner Standpunkte, er wird, falls er nicht schon vor seiner Aufnahme ein Freimaurer ohne Schurz gewesen ist, unterstützte von seiner inneren Bereitschaft und Geneigtheit mit der Zeit von den Ideen der Loge vollkommen durchsetzt, die Loge nimmt von ihm geistig Besitz.

Er selbst aber glaubt, von der Loge seinerseits ebenso geistig Besitz genommen zu haben: Eine arge Täuschung, die er lange nicht ahnt, denn er ist bei weitem noch kein Wissender, wenn er es auch von sich glaubt. Noch immer ist er Lehrling, ist erst im ersten Grad, und das volle Wissen über die Maurerei wird erst den höchsten Graden, dem Ritter Kadosch, dem Prinzen des Königlichen Geheimnisses und den Souveränen Generalgroßinspektoren unverhüllt eröffnet …

Das Geheimnis der Freimaurerei sind die Hochgrade. Aus den verschiedenen, vorzüglich im 18.Jahrhundert in das Logentum eingedrungenen Hochgradriten, jenen Lehrarten, die zu den Erkenntnisstufen des Lehrlings, Gesellen und Meisters noch weitere ‚höhere‘ hinzufügten, entstand nach vielen Wirrnissen und Systemstreitigkeiten das in der Gegenwart herrschende Lehrgebeude des Schottischen Ritus.

Der ‚Alte und Angenommene Schottische Ritus vom 33. und letzten Grade‘, wie die vollständige Bezeichnung lautet, ist jenes einzige mächtige Hochgradsystem, das die ganze Welt umspannt, in 36 Staaten der Erde seine ‚Obersten Räte‘, das sind die verwaltenden und leitenden Oberbehörden, besitzt. Wenn im allgemeinen von Hochgradfreimaurerei gesprochen wird, dann sind immer nur Mitglieder dieses Schottischen Ritus gemeint.

Die Hochgrade, vorallem in den romanischen Ländern, waren und sind die Träger jenes hochpolitischen Freimaurertums, das auf die Macht im Staate abziehlt. Mussolini wußte nur zu gut, warum er mit dem Logentum des italienischen Großorients und des römischen ‚Obersten Rates‘ gänzlich aufräumte.

Die Logen der Hochgradfreimaurerei werden Ateliers genannt und bearbeiten die Grade vom 4. bis zum 33. Sie unterstehen nicht der Verwaltung und Leitung, der ‚Jurisdiktion‘ der Großloge, sondern haben in jedem Staate ihre eigene, selbständige ’souveräne‘ Oberbehörde, den ’supreme Conseil‘ den Obersten Rat.

Die Großloge regiert und verwaltet einzig und allein die Logen der Johannisfreimaurerei, die maurerischen Werkstätten, in denen die hochgradfreimaurer, in ihren Würden und in ihren Einweihungsstufen den anderen Brüdern gänzlich unbekannt, als einfache Maurermeister sitzen.

Die Mitglieder des Schottischen Ritus sind auf strengste verpflichtet, in der Johannisloge niemals anders als im Zeichen des Meistergrades aufzutreten, nur die Bekleidung des meisters zu tragen, niemals die farbenprächtigen Bänder und Schürzen der hohen und höchsten Grade, sie dürfen keinem Bruder, Lehrling, Gesellen oder Meister davon Mitteilung machen, daß sie den Hochgraden angehören.

Nicht nur die Lehren und Riten der Schottischen Maurerei, sonder sogar die Namen der Hochgradbrüder bleiben demnach dem Durchschnittsfreimaurer unbekannt. Die Hochgrade sind das Geheimnis innerhalb des Geheimbundes, ein doppeltes für die ‚profane‘ Außenwelt. Da sie die eigentlichen Träger des freimaurerrischen Aktivismus, soweit sie den höchsten Graden angehören, die wirklich Eingeweihten, die ‚Wissenden‘ sind, besitzen sie die wahre Macht im Orden.

In den Leitungen der Logen und der Großlogen schalten sie als Brüder 3.Grades, scheinbar als Gleiche unter Gleichen, sind aber ausschlaggebend durch ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Beziehungen. Die anderen Brüder wissen natürlich noch weniger, nach welchen Weisungen des Obersten Rates die unerkannten Hochgradbrüder die Logen und Großlogen beeinflußen und lenken. Die Autonomie der Großlogen und ihre Regierung der Logen besteht nur auf dem Papier . In Wahrheit hat der Oberste Rat die gesamte Führung des Ordens, mitsamt der Großloge und den Logen, inne.

Auch der Großmeister kann, wie dies zum Beispiel bei der Wiener Großloge der Fall ist bloß Meistermaurer sein, während neben ihm im Großbeamtenrat, ohne seine Kenntnis, Brüder sitzten, die nicht seiner Leitung, sonder der des Obersten Rates unterstellt sind. Bei den Beratungen, Beschlüssen und Erlässen der Großloge gehen natürlich die Hochgradbrüder, unter sich einig, im Sinne des Obersten Rates vor, so daß die Johannisfreimaurerei nach Grundsätzen, Aktionen und Zielsetzungen des Schottischen Ritus gelenkt wird, ohne daß sie davon mehr als eine Ahnung hat.

Eine wohl einzig dastehende, raffinierte, meisterhaft durchdachte und angelegte Organisation, die den Hochgraden neben der Anonymität der Führung auch die Möglichkeit gibt, sich der Verantwortung für die Leitung zu entziehen …“

‎“We always give the public their hero’s, we give the hero’s to every faction and than people once they hear this person say all the right things, we give releases to them because he or she speaks for me that’s how we rationalize it and we sit back and re-guide it again, we say go here go do that and they do it, we give our power to the authorized hero’s“.

Albert Pike (1809-1891)

John Swinton, ehem. Chafredakteur New York Times:

"Es gibt hier und heute in Amerika nichts, was man als unabhängige Presse bezeichnen könnte. Sie wissen das und ich weiß das. Es gibt keinen unter Ihnen, der es wagt seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie sie schrieben, wüssten Sie im voraus, dass sie niemals gedruckt würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Überzeugung aus der Zeitung, der ich verbunden bin, herauszuhalten. Anderen von Ihnen werden ähnliche Gehälter für ähnliches gezahlt, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße und müsste sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Würde ich mir erlauben, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, würden keine vierundzwanzig Stunden vergehen und ich wäre meine Stelle los. Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte."

Zitate

Freiheit ist, wenn alle den gleichen Zugang zur Macht haben.

… man wird es Terrorismus nennen. Man wird ihm einen tönenden Spitznamen geben. Nunwohl, es ist uns gleichgültig. Wir scheren uns nicht um ihre Meinung. – Michail Bakunin

Niemand kann frei sein, solange es nicht alle sind. – Erich Mühsam

Die Autorität ist also die erste soziale Idee des menschlichen Geschlechtes gewesen. Die zweite hat darin bestanden, unmittelbar an der Abschaffung der Autorität zu arbeiten. – Pierre Joseph Proudhon

Wenn ich auch nicht deiner Meinung bin, so werde ich doch entschieden dafür eintreten, dass du deine Meinung frei sagen kannst. - Voltaire

Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen. - George Orwell

Demokratie bedeutet zugleich, dass das Volk durch das Volk für das Volk niedergeknüppelt wird. - Oscar Wilde

Freiheit ist das Recht, alles zu tun, was anderen nicht schadet. - Pierre Joseph Proudhon

Wenn jeder seine Talente entfalten würde, wäre es allzu laut auf der Welt. - Richard Wagner

Betrachte nicht müßig den Steinhaufen, sondern frage dich, wen du damit bewerfen kannst. - Persisches Sprichwort

Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen. - Voltaire

Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen. - Ludwig Wittgenstein

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Gedanken über Banken

Bankier: ein Mensch, der seinen Schirm verleiht, wenn die Sonne scheint, und ihn sofort zurückhaben will, wenn es zu regnen beginnt.

Mark Twain

Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.

Bertolt Brecht

Banken sind gefährlicher als stehende Armeen.

Thomas Jefferson

Wenn sie einen Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen sie hinterher. Es gibt bestimmt etwas zu verdienen.

Voltaire

Zitate

„Die Freimaurerei wird die Menschheit vorwärts bringen. Die stetige Anwendung ihrer heiligen Grundsätze muß zu einem brüderlichen Bündnis aller Nationen führen.“

Guiseppe Garibaldi

„Die Geschichte der Welt ist die Geschichte der Kriege zwischen Geheimbünden.“

Robert A. Wilson

„Wenn man erfolgreich ist, dann überschlagen sich die Freunde, aber erst wenn man einen Mißerfolg hat, dann freuen sie sich wirklich. Es gibt nichts Neues in der Welt, außer der Geschichte, die du nicht kennst“

Harry S. Truman

"Die Schicksalsstunde weht nicht über Schlachten und Konferenzen, Brand und Löschung, sondern über der Bauhütte, über ihren Meistern und Gesellen, dem Geheimnis ihres Grund- und Aufrisses und dem Geist der Gemeinschaft."

Walter Rathenau

"Of all the means I know to lead men, the most effectual is a concealed mystery."

Adam Weishaupt

Eines der wenigen Zitate von Josef Wurst

Freiheit? Gleichberechtigung? Chancengleichheit? Friede? In unserer Gesellschaft bedeutungslos, dem Profit nicht dienlich. Die magische, unsichbare Hand des freien Marktes hat kein Gefühl für die Moral, kennt keine Gerechtigkeit. Profit über alles und jeden.

Zitate

"Deine schlimmsten Feinde sind keineswegsdie Leute, die anderer Ansicht, sondernder gleichen sind wie du, aber ausverschiedenen Gründen, aus Vorsicht,Rechthaberei, Feigheit verhindert sind,
...sich zu dieser Ansicht zu bekennen."

Arthur Schnitzler

"Die Natur versteht gar keinen Spass,
sie ist immer wahr,
immer ernst,
immer strenge;
sie hat immer recht,
und die Fehler und Irrtümer sind immer die des Menschen!"

Johann Wolfgang Goethe

"Der letzte Grund des Widerstandes gegen eine Neuerung in der Medizin ist immer der, dass hundertausende Menschen davon leben, dass etwas unheilbar ist, den das Gesetz des ökonomischen Egoismus ist stärker als jede Humanitätsidee."

Prof. Dr. Franz Friedmann

"Höchst ratsam ist die mitleidlose,
Und aüßerst düstre Diagnose,
Die nie des Doktors Ruf verdirbt:
Gesetz den Fall, der Kranke stirbt -
Am Schrecken gar, ihm eingejagt -
Heißts:"Ja der Arzt hats gleich gesagt!"
Jedoch wenn er ihn retten kann,
Dann steht er da als Wundermann ... "

Eugen Roth

Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte, ...

Chaplin, Der große Diktator

Hat man viel, so wird man bald
Noch viel mehr dazu bekommen.
Wer nur wenig hat, dem wird
Auch das wenige genommen.

Wenn du aber gar nichts hast,
Ach, so lasse dich begraben
Denn ein Recht zum Leben, Lump,
haben nur, die etwas haben.

Heinrich Heine

Wenn sie den österreichischen Kapitalismus abschaffen wollen, müssen sie ihn erst einführen.

Hannes Androsch